Mittwoch, 1. Juli 2009

Trissi ist mal wieder Ersthelfer


©erstehilfe.com

Im Mai stellten der beste Chef von allen und ich fest, dass die 2 Jahre seit dem letzten Ersthelferkurs mal wieder fast abgelaufen waren.

Nun ja.

Was soll ich machen? Jede Apotheke muss einen Ersthelfer haben und das bin nun mal ich. Wenn ich nicht JETZT hingehe, verfällt der Kurs und ich kann dann einen komplett Neuen machen, der statt "nur" 8 Std. Auffrischung 16 Stunden dauert und als ich das nüchtern betrachtete, war es wohl sinniger, in den sauren Apfel zu beissen und mich auf den Weg zu machen.

Eigentlich hatte ich Urlaub, aber den durfte ich dann für heute unterbrechen und so stand ich seufzend morgens in der Küche, um Brote zu schmieren und mich meinem Schicksal zu ergeben.

Ich hatte schon einen schlechten Start.

Ich habe von meinem himmlischen Vater unglaublich viele Gaben und Talente geschenkt bekommen, allerdings habe ich wohl bei der Vergabe des Orientierungssinnes irgendwie nicht "Hier" geschrien.

Zweimal schon war ich im Rote Kreuz Zentrum, allerdings bin ich noch nie mit der Straßenbahn gefahren und so stand ich dann rechtzeitig mit 20 Min. Vorsprung auf einer verkehrsreichen Straße und überlegte, ob ich nun nach links oder rechts musste.

Natürlich ging ich rechts... immer schön stadtauswärts und merkte erst nach 10 Min. strammen Fussmarsches bei praller Sonne (um kurz nach 8:00!!!!), dass ich munter in die falsche Richtung lief. Mittlerweile war der beruhigende Vorsprung zu einem ziemlich beunruhigenden Nicht-Vorsprung dahingeschmolzen und so nahm ich die Beine in die Hand. Natürlich hätte ich mich auch in aller Ruhe erstmal orientieren können, aber das hatte ich irgendwie "vergessen".

So stolperte ich mit nur 5 Min. Verspätung mit hochrotem Kopf in den Tagungsraum, wo ich mich hechelnd, bis auf die Knochen durchgeschwitzt auf einen Stuhl fallen liess.

"Meine Name ist Tristesse und ich habe einen ganz, ganz miesen Orientierungssinn!" lautete meine Vorstellung und damit hatte ich die Lacher auf meiner Seite. Ist halt die Frage, was es da zu lachen gibt, wenn man gemütlich mit Auto oder Fahrrad anreist!

Dies war mein 5. Ersthelferkurs und mittlerweile fühle ich mich bei dieser Veranstaltung ausgesprochen zu Hause. Den Ausbilder kannte ich noch nicht (war auch mal eine nette Abwechslung!) und der muntere junge Herr da vorne setzte uns gleich davon in Kenntnis, dass er versuchen würde, es so kurz wie möglich zu machen, um uns nicht bei diesen tropischen Temperaturen vom Gang ins Freibad abzuhalten. Allgemeine Zustimmung der Anwesenden! Da wir alle den Kurs mehr als einmal absolviert hatten, hätten wir gleich nach Hause gehen können, aber dafür hat die Berufsgenossenschaft ja nicht bezahlt.

Die Themen sind immer diesselben: Massnahmen am Unfallort, stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Massage mit Mund-zu-Mund-Beatmung (meine "Puppe" hiess "Rainer" und war nicht sehr kooperativ, ich habe ihm sämtliche Rippen gebrochen und die Luft kam ÜBERALL an, nur nicht in seinen Atemwegen!!!), Wundversorgung und das Abkauen der 5 "W-Fragen", etc, etc, etc. Sogar die Folien hatten sich in den letzten 2 Jahren nicht geändert.

Aber ich habe festgestellt, dass es doch jedes Mal anders ist. Zum einen hängt das am Engagement der Ausbilder, zum anderen an der buntzusammengewürftelten Truppe, die eher unfreiwillig (nur einer war aus eigener Initiative erschienen!) aufkreuzt und wirklich überall sein möchte, nur nicht an diesem Ort!

Im Gegensatz zum letzten Mal vor 2 Jahren (vorwiegend pakistanische "Burger King"- Mitarbeiter, der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig - wäre meine Mama nicht dabei gewesen, wäre ich wohl durchgedreht!!!!) hatte ich eine wirklich sehr engagierte, lebhafte und humorvolle Gruppe erwischt. Was haben wir gelacht, gewitzelt und morbide Sprüche ausgetauscht!

Nicht nur während der Unterreichtseinheiten, sondern auch in den Pausen kamen wir locker und zwanglos ins Gespräch und die erste Verlegenheit wich einem erfrischenden "Wir-Gefühl".

Die etwas schmächtige alte Dame aus dem Altenheim wurde frenetisch bejubelt, als sie es endlich nach mehrfachen Versuchen schaffte, ihrer Puppe Leben einzuhauchen. Kleingeld für den Kaffeeautomaten wurde bereitwillig gewechselt, irgendwann waren wir beim freundschaftlichen "Du" und zu fortgeschrittener Stunde hatte Stefan, unser Ausbilder, seine Mühe, uns immer wieder zum Thema zurück zu bringen.

Stefan war klasse! In meinem Alter, interessant tätowiert (ich versuchte ständig verzweifelt zu erkennen, was für ein Spruch auf seinem Unterarm eingraviert war und habe es dann doch rausbekommen: "Wir ernten, was wir sehen" - sehr originell!) und mit dem morbiden Humor gesegnet, den ich schon bei anderen Ausbildern beobachten durfte. In der Pause sprach ich ihn auf seine Scherze an und er meinte: "Wissen Sie, wir müssen als Sanitäter auch irgendwo mit dem bleiben, was wir täglich sehen und das wird man zwangsläufig zynisch und abgebrüht!".

Das, was uns da heute geboten wurde, war mir wie gesagt, schon hinlänglich bekannt, aber ich fand es trotzdem gut, mich erneut mit der Thematik "Erste Hilfe" auseinanderzusetzen. Wie man natürlich vom Thema "Wunderversorgung" nahtlos zur "Sterbehilfe" rübergleiten kann, war schon ein Phänomen, aber auch für solche Diskussionen liess Stefan Zeit und liess jeden zu Wort kommen.

Es war überhaupt weniger ein Vortrag, der uns gehalten wurde, sondern eher ein reger Austausch von Erfahrungen, Meinungen und Fragen, das fand ich diesmal ausgesprochen anregend.

Hand aufs Herz:
Stellt Euch vor, Ihr kommt als Unbeteiligte an einen Unfallort oder werdet mit einer Situation konfrontiert, wo Ihr herausgefordert werdet, jemandem zu helfen... was würdet Ihr tun?

Ich habe selbst vor einigen Jahren bei einem Freiflug über den Lenker (mit daraus resultierenden Schlüsselbeinbruch) erleben müssen, wie wunderbar die Autofahrer an einem vorbei fahren, wenn man fast auf der Fahrbahn liegt und nicht mehr allein hochkommt. Aufgelesen hat mich schlussendlich ein ziemlich links-radikal aussehendes, etwas "abgerissenes" Pärchen mit knallbunten Haaren und zerlöcherten Jeans, die mich ohne viel Federlesen ins Krankenhaus fuhren und bei mir blieben, bis ich in den Röntgenraum geschoben wurde!

Was würdet Ihr tun?

Würdet Ihr vorbei fahren (das ist strafbar, meine Lieben und kann sehr teuer werden!), unsicher über die ungewohnte Situation mit der ungewissen Hoffnung, dass da "schon irgendjemand" anhält? Hättet Ihr den Mut auszusteigen und eventuell jemandem das Leben zu retten?

Ganz ehrlich, ich hätte mich in der einen Nacht sehr gefreut, wenn sich jemand eher ein Herz gefasst hätte, einfach stehen zu bleiben und zu fragen "Kann ich Ihnen helfen?".

Wie beim biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter (nachzulesen im Neuen Testament, Lukas 10) kam dann schlussendlich ein etwas verwahrlostes Pärchen, um zu helfen, von dem ich es am Wenigsten erwartet hätte. Ihre selbstverständliche Hilfsbereitschaft hat mich sehr beschämt. Nicht selten gehe ich in der Stadt an solchen jungen Leuten überheblich vorbei.

Was würdet Ihr tun?

Ich glaube, dass so ein "Erste Hilfe Kurs" sehr motivieren kann, sich zu trauen, stehen zu bleiben. Man wird bei diesen Lehrgängen enorm ermutigt, nicht zuzuschauen, sondern einzugreifen.

Die einfachen Mantras:
"Ansprechen, Atem kontrollieren, erste Massnahmen treffen, Notruf abgeben, dabei bleiben" werden einem immer und immer wieder eingebleut, so dass man sie nicht vergessen kann. Ich glaube, in dem Moment ist das erprobte Verhalten einfach präsent. Und es ist gut, sich alle 2 Jahre dem auszusetzen, wer behält schon den korrekten Ablauf der stabilen Seitenlage im Kopf, wenn man vor 20 Jahren beim Führerschein einen Crash-Kurs gemacht hat?

Ich finde es nicht schlecht, ab und an zwangsrekrutiert zu werden, um diese ersten Massnahmen nicht zu vergessen.

Ich weiss, ich klinge wie auf einer Werbeveranstaltung fürs "Rote Kreuz". Aber ich glaube, wenn ich mal verletzt am Straßenrand liege oder in einen Autounfall verwickelt werde, dann werde ich sehr dankbar für jeden sein, der genau weiss, was zu tun ist und mich nicht einfach feige liegen lässt. Und wenn er mir bei einer Herz-Lungen-Massage alle Rippen bricht, werde ich dennoch nicht meckern, denn immerhin hat er mich am Leben gehalten!

Was würdet Ihr tun?

Falls Ihr nicht wisst, was Ihr in so einer Situation tun würdet, dann meldet Euch doch mal zu einem Ersthelfer-Kurs an, die sind nicht mal teuer (der finanzielle Aufwand entspricht etwa einem Kinobesuch mit Popcorn und Cola!)und findet auch an Wochenenden statt.

Kostet Euch nur ein paar Stunden, kann aber jemand anderem das Leben retten.

Ich bin Ersthelfer und das ist auch gut so! Wer weiss, wofür es gut ist.

Eure Trissi
©Tristesse

Freitag, 26. Juni 2009

Gone too soon


©Michael Jackson, Video über youtube.com


©USA for Africa, Video über youtube.com


©www.ilictronix.com/2009/03/thrilling-criminals.html


©Michael Jackson, Video über youtube.com

Als ich gestern abend ins Bett ging, hörte ich beim Zähneputzen die Nachricht, dass in Los Angeles die Ärzte damit beschäftigt seien, Michael Jackson wiederzubeleben.

So überraschte es mich nicht, als ich heute morgen dann hörte, dass er verstorben sei. Trotzdem war ich sehr bestürzt und kann kaum in Worte fassen, wie gespalten meine Gefühle sind, wenn ich darüber nachdenke, was Michael Jackson mir bedeutet hat.

Ihr Lieben, es wird kaum einen grösseren Künstler gegeben haben als Michael. Ähnlich wie Ray Charles, Johnny Cash und Elvis Presley wird er niemals in Vergessenheit geraten.

Aber es ist schwer, einen Nachruf auf eine Person zu verfassen, die gerade in den letzten Jahren so ins Gerede gekommen war.

Ich erinnere mich an eine Nacht im Jahr 2005, als ich in meiner Wohnung um 2 Uhr morgens sass, um live vorm TV den Ausgang seiner Gerichtsverhandlung wegen Kindesmissbrauchs zu verfolgen. Für jeden Freispruch liess ein Fan vor dem Gerichtsgebäude ein weiße Taube aus einem Käfig fliegen und ich fragte mich wie viele andere, ob das Urteil nun gerecht gewesen sei oder sich Michael einfach seine Publicity zu Nutzen gemacht hatte, um die Jury zu beeinflussen.

Wir werden es nie erfahren, aber so lange die Unschuld eines Menschen nicht einwandfrei erwiesen ist, glaube ich ihm. Mag sein, dass das ziemlich naiv ist, aber vielleicht will ich das auch einfach glauben.

Besonders beeindruckt hat mich sein Lied "Litte Susie", welches ich als Video eingefügt habe. Wenn ich es höre, ist das Grauen, was mit Kindesmissbrauch einhergeht, körperlich greifbar und bei mir stellen sich alle Härchen auf. Und jemand, der so ein Lied schreibt, soll sich an Kindern vergangen haben? Es ist kaum vorstellbar, das wäre schon fast schizophren.

Als jemand, die in eine sehr musikbegeisterte Familie hineingeboren wurde, habe ich natürlich Michael Jackson gehört. Meine Brüder waren hingerissen von dem "Thriller" Album und hörten es rauf und runter. Und so wuchs ich mit seiner Musik auf. Ich liebte "Dirty Diana", "Earth Song", "Bad" und "Say, Say, Say".

Ich weiss noch, dass ich das Video "Billie Jean" sah und nicht im Entferntesten kapierte, worum es ging, aber dieses Lied ist nach wie vor eines meiner absoluten Favorits.

Mir lagen die "Bad" und "Dangerous" vom Stil her mehr als die alten Sachen, aber niemand verstand es so gut wie Michael, sich selbst ständig neu zu erfinden. Er hätte nach "Thriller" 20 Jahre so weitermachen können, aber er war immer auf der Suche nach dem "neuen Sound", nach der Herausforderung, sich ständig zu verbessern und seine Fans zu überraschen.

Er erfand den "Moonwalk", er lieferte fulminante Bühnenshows ab ("History" war ein Konzert, dass ich atemlos vor dem Bildschirm verfolgte und mir stand der Mund ständig offen!), holte sich bekannte und weniger bekannte Künstler ins Studio und gilt bis heute nicht zu Unrecht als "King of Pop".

Musikalisch war er ohne Zweifel ein grossartiger Künstler, dessen Tod ein grosser Verlust für die Musikwelt darstellen dürfte. Ich war sehr gespannt auf sein neues Album, dass nun wahrscheinlich mit viel Brimborium posthum veröffentlicht werden wird.

Und als Mensch?

Er war krank an Leib und Seele, ich glaube, da sind wir uns einig. Wahrscheinlich war er einer der einsamsten und verzweifeltesten Künstlern, die wir kannten. Wahrscheinlich wären wir irgendwann auch zu einer Karikatur unserer Selbst geworden, wenn wir seine Vergangenheit hätten erleben müssen.

Natürlich ist jeder für sich selbst verantwortlich und er hätte es anders machen können, er wäre dann glücklicher und zufriedener gewesen und würde wohl heute noch leben.

Ich habe Michael nie belächelt, sondern nur bedauert. Dieser Mann hatte so viel von seinem Schöpfer geschenkt bekommen, er war begabt, genial, charismatisch und kindlich und kam mit dem Ruhm nie zurecht. Vielleicht hat er sich deshalb in der Gegenwart von Kindern so wohl gefühlt, weil die seinem Wesen sehr ähnlich waren. Vielleicht hatte aber auch diese Kindlichkeit schlussendlich zu sexuellen Übergriffen geführt, ich möchte ihn da nicht idealsieren oder freisprechen, das könnte ich auch nicht.

Er hatte ein großes Herz für die benachteiligten Menschen diese Welt... "Heal the world", "Earth Song", "Black & White", "Man in the mirror", diese Lieder zeugen von einem enormen sozialen Engagement und er hat in seinem Leben sehr viel Gutes getan, um die Welt ein wenig besser zu machen. Dafür dürfen wir ihm dankbar sein.

Schlussendlich ist er wohl an seinem Ruhm zerbrochen. Wir werden uns noch viel anhören müssen, wer nun wirklich für seinen Tod verantwortlich gewesen ist, aber ich bin überzeugt, dass er sein Schicksal selbst bestimmt hat und so ist sein viel zu frühes Ende eine traurige Konsequenz eines kranken Geistes, welches nie ein Kind sein durfte, sondern viel zu früh mit Erfolg, Reichtum und Publicity konfrontiert wurde.

Eine Trägödie hat sich vor unseren Augen abgespielt und nun ist der "King of Pop" tot. Ich hoffe, wünsche und bete, dass er beim Herrn sein darf und dort seinen Frieden findet, den er hier immer vermisst hat. Ich würde es ihm so gönnen.

Als ich heute Nacht sein Lied "We are the world" immer und immer wieder hörte, habe ich, wie es nun mal meinem melancholischen Wesen entspricht, um Michael geweint und wie viele, viele tausend Fans auf dieser Welt seinen viel zu frühen Tod bedauert.

Ich würde mir wünschen, dass wir ihn in guter Erinnerung behalten, dass wir nicht über sein Verhalten der letzten Jahre spotten, sondern barmherzig über die dunklen Seiten seines Lebens hinwegsehen und uns daran erinnern, was er war:

Ein begnadeter und unendlich begabter Künstler, der uns mit seiner Musik viel Freude bereitet, uns zum Nachdenken angeregt und immer wieder überrascht hat.

Eure Triss
©Tristesse

Dienstag, 23. Juni 2009

Komm und sieh



©M.W.Smith aus der CD "Stand", Video über youtube.com

Es tut mir leid, dass ich momentan nur Links setze und Texte von anderen Künstlern und Dichtern in diesen Blog stelle, aber manchmal ist es einfach weiser, jemand anderen für einen selbst sprechen zu lassen:

"Come see, come see with spirit eyes
Come see, the door is open
Come near, come weary and ashamed
Come near, his arms are open

Come live, come live in freedom here
Come live, the chains are broken
Come rest, come take his gift of grace
Come rest, the word is spoken

Come see, come see with spirit eyes
Come see, the door is open
Come home, come lay your burdens down
Come home, his arms are open

The chains are broken, his arms are open
The world is broken, his arms are open"

©Text: M.W.Smith

Sonntag, 21. Juni 2009

Sich selbst zu lieben...



©Foto: www.fotocommunity.de


"Als ich mich selbst zu lieben begann"

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man Vertrauen.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man authentisch sein.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich: Das nennt man Reife.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die
Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich: Das nennt man Ehrlichkeit.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem,
das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus,
aber heute weiß ich: Das ist Selbstliebe.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man Demut.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo alles stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es Bewusstheit.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, das mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute Herzensweisheit.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen
mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: das ist das Leben!

(Charlie Chaplin, an seinem 70.Geburtstag 1959)


Ich danke meiner Schwester Rena für dieses Gedicht.
Es kam zur richtigen Zeit bei mir an.

©Tristesse

Montag, 8. Juni 2009

Deep Impact - Achtung Spoiler!



© "Deep Impact" von Paramount Pictures, Ausschnitt über youtube.com

Ich möchte Euch heute von meinem Lieblingsfilm erzählen. Ich habe ihn schätzungsweise 50 Mal gesehen, (gestern abend zum wohl 51. Mal) irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Immer, wenn ich nicht weiss, was ich abends gucken soll, dann schiebe ich "Deep Impact" rein und es gibt nach so vielen Malen immer noch was Neues zu entdecken. Und nach wie vor kullern nach spätestens 1 Stunde die Tränen, ich kann es nicht ändern. Darum schaue ich den Film auch grundsätzlich allein und verleihe ihn höchstens, ich möchte mich niemandem bei dem Film zumuten, ähnlich wie bei "Die Passion Christi".

Ich erinnere mich, dass ich den Film mit meiner Mitbewohnerin sah und nach 1 Stunde leise zu schluchzen anfing, was sie mit hochgezogenen Augenbrauen registrierte. Eine halbe Stunde später sah sie mich entgeistert an und meinte "Du weinst ja IMMER noch!!!" und schüttelte resigniert den Kopf. Tut mir leid, aber bei dem Film kann ich nicht anders, es bewegt mich jedesmal aufs Neue.

Bevor Ihr weiterlest, möchte ich Euch darauf aufmerksam machen, dass ich sehr viel von diesem Film verraten werde und so möchte ich diejenigen von Euch bitten, die den Film noch sehen wollen, den Blog zu schliessen, um später weiter zu lesen. Ich will ja niemanden verärgern :-)

"Deep Impact" entstand paralell zu "Armageddon" und leider ist der Film neben seinem großen Bruder komplett untergangen.

Die Thematik ist dieselbe:
Ein riesengroßer Meteor steuert auf die Erde zu und droht sie zu vernichten. Eine Gruppe von Astronauten macht sich auf den Weg, um den Asteroiden zu sprengen und so die Auslöschung der Menschheit zu verhindern.

Anders als bei "Armageddon" nimmt sich die Regisseurin (Mimi Leder) Zeit, die einzelnen Charaktere gründlich vorzustellen und ihre persönlichen Kämpfe angesichts des drohenden Weltuntergangs zu thematisieren.

Da ist Leo Beiderman, brilliant gespielt von dem jungen Elijah Wood, der den Kometen entdeckt und sein Leben aufs Spiel setzt, um seine junge Frau Sarah vor dem drohenden Unheil zu retten. Im Gegensatz zu dem sonstigen Hollywood-Gebaren wird ihre Liebe sehr vorsichtig und unschuldig dargestellt. Da ist nicht Schmutziges und Anzügliches in ihrer Beziehung, sehr erfrischend zu den sonstigen Teenie-Geschichten, die wir tagaus tagein durch diverse Filme kennen.

Jenny Lerner, gespielt von Thea Leoni, stellt eine junge, dynamische und aggressive Reporterin dar, die im Angesicht der Katastrophe ihren sicheren Platz im Zufluchtsort "Arche Noah" für eine Kollegin aufgibt, um ihrem einsamen Vater (Maximilian Schell) zur Seite zu stehen und mit ihm gemeinsam zu sterben. Nach lebenslangem Zerwürfnis halten sie sich gemeinsam im Angesicht des Todes fest und finden ihren Frieden.

Jenny Lerners Mutter (Vanessa Redgrave), begeht vor Eintritt der Katastrophe Suizid, paralell dazu wird die Hochzeit von Sarah und Leo eingeblendet, ein sehr ergreifender Moment des Films. Sie wählt ihren Freitod in dem Wissen, nicht gerettet werden zu können und findet dadurch ihren Frieden. Man mag von dieser Einstellung halten, was man will, aber ihre Tapferkeit und ihre Ruhe lassen einen nicht unberührt.

Dann ist da die Crew der "Messiah", die den Asteroiden spregen soll. Natürlich geht alles, was nur schief gehen kann, daneben und so bleibt den Astronauten nichts anderes übrig, als den Asteroiden kurz vor Eintritt in die Erdatmospähre zu sprengen, obwohl sie dadurch ihr eigenes Leben opfern, um die Menschheit zu retten. Die Verabschiedung von ihren Angehörigen, kurz vor der Sprenung des Meteroiten habe ich als Video eingefügt und diese Bilder treffen mich immer wieder.

Eine meiner Lieblingsszenen findet in aller Stille auf der "Messiah" statt. Der junge, karierresüchtige Oren Monash (Ron Eldard) wird bei der Rettungsaktion verletzt und liegt blind und verängstigt auf seiner Liege im Frachtraum der "Messiah", die sich auf dem Heimflug zur Erde befindet. Spurgeon "Fish" Tanner (Robert Duvall), der Veteran der Mission, der zu Beginn von all den jungen Astronauten verachtet und belächelt wird, setzt sich zu ihm und fängt an, ihm die Einsamkeit zu vertreiben, indem er Monash "Moby Dick" vorliest. Diese Szene bringt mich immer wieder zum Lachen, auch wenn gleichzeitig die Tränen aus den Augen strömen.

Dreh- und Angelpunkt in all dem Geschehen ist der amerikanische Präsident Tom Beck, fesselnd dargestellt von Morgan Freeman. Er ist es, der immer und immer wieder das amerikanische Volk zum Durchhalten bewegt und auch im Moment der scheinbar unausweichlichen Katastrophe stark und hoffnungsvoll bleibt, selbst wenn ihm nach dem Abschalten der Kameras die Trauer und Resignation ins Gesicht geschrieben steht.

Einen Monolog von ihm habe ich beim ständigen Schauen vom "Deep Impact" aufwendig gelernt und diese Worte geben Zeugnis davon ab, dass beim Schreiben des Drehbuchs Christen am Werk gewesen sein müssen, sonst könnte man das so nicht formulieren:

„Ich wünschte – nein, „wünschen“ ist falsch,
das hab ich nicht gemeint.
Was ich meine ist:
Ich glaube ganz fest an Gott, das tun viele von Ihnen nicht.
Aber ich möchte trotzdem ein Gebet sprechen,
für uns aller Überleben, inklusive meinem.
Denn ich bin mir ganz sicher, daß Gott, wen immer Sie dafür halten, all unsere Gebete hört;
selbst wenn manchmal ein „Nein“ die Antwort ist.
Möge Gott uns alle segnen und uns alle behüten.
Möge der Herr über jeden von uns sein Antlitz zum Erleuchten bringen uns uns Frieden bescheren.“


Gut, das ist pathetisch, ohne Frage, es ist fürchterlich amerikanisch. Wir kennen diese Filme, die vor Religiösität strotzen und uns die Bigotterie Amerikas vor Augen halten.

Aber ich entdecke beim Lesen und Schauen dieser Worte ein geistliches Prinzip, dass ich mir mehr und mehr aneignen möchte:

Gott hört unsere Gebete, auch wenn manchmal die Antwort nur aus einem "Nein" besteht. Wie oft habe ich Gott mit meinen Bitten in den Ohren gelegen und seine Souveränität, was die Erfüllung meiner Wünsche anbelangt, schmerzhaft erfahren müssen.

Mein Vater, der das Universum und alles, was damit zu tun hat (einschliesslich mich!), erdacht und erschaffen hat, nimmt sich die Freiheit heraus, mich zu schützen und meine Träume abzulehnen, auch wenn mir das manchmal weh tut. Vielleicht mag ich das in dem Moment nicht begreifen, oft reagiere ich zornig und verbittert, aber wenn ich dann nach einer Zeit auf meinen Weg zurück blicke, dann stelle ich fest, wie weise er im Gegensatz zu mir war.

Es gibt momentan viele "Neins" in meinem Leben und manchmal denke ich, dass ich daran kaputt gehe. Aber ich schaue immer und immer wieder zurück und merke, dass Gott mich nicht mit diesen "Neins" allein lässt. Es bewegt ihn so wie mich und er passt auf mich auf, dass ich nicht zerbreche, sonderin einfach im Vertrauen auf ihn weitermache.

Mutig und ohne Fragen, so wie eine Jenny Lerner, ein Leo Beiderman, ein "Fish" Tanner oder ein Tom Beck.

Schaut Euch den Film an, ich möchte ihn Euch wärmstens ans Herz legen, es lohnt sich!

Eure Trissi
©Tristesse

Montag, 1. Juni 2009

Heilende Ströme





© Starfield: "Hosanna",
M.W. Smith: "Healing rain",
beide Videos über youtube.de

Als meine Freundin Biggi mir vor 2 Monaten erzählte, M. W. Smith würde nach Lemgo kommen, habe ich natürlich sofort eine Karte bestellt. M.W. Smith ist ziemlich cool, ich liebe seine Musik.

Als ich dann in der Halle stand, fand ich die Idee auf einmal nicht mehr so grossartig. Ja okay, M.W. Smith ist schon eine bekannte, christliche Größe, das sollte man nicht verpassen, wann kommt der schon mal nach Deutschland und dann auch noch in die Lipperlandhalle, quasi vor meiner Haustür? Ich wäre dumm gewesen, da nicht hinzugehen.

Grosse Lust hatte ich heute aber nicht. Ich bin momentan mal wieder an einem Punkt angekommen, wo ich zum Zynismus neige, gerade was meinen Glauben anbelangt. Ich hinterfrage und zweifle derzeit viel und so stand ich also in der Halle, beäugte das christliche Publikum (es wurde ziemlich wenig Bier verkauft!) und dachte mir so meinen Teil... wie ein kleines, trotziges Kind mit vorgeschobener Unterlippe, welches irgendwo hingeschleppt wird, wo es partout nicht hinwill, aber keine Chance hat zu entkommen.

Die Tatsache, dass es eine Vorband gab, wurde mit unwilligem Knurren registriert, das stand zwar auf der Karte, aber da hatte ich natürlich nicht drauf geguckt. Ich mag keine Vorbands, für die habe ich kein Geld ausgegeben und meistens sind sie schlecht. Ich werde also gezwungen, mir Musik von unbekannten Musikern anzuhören und das kann ich nicht leiden.

Bei den ersten Takten von "Starfield" fing die Halle schon an zu toben. Scheinbar können sich gläubige Jugendlichen nirgendwo richtig austanzen und so flippten sie förmlich aus. Ich stand irgendwo mittig, mit meinem zynischen Grinsen in Gesicht, verschränkten Armen und spottete im Herzen über diese vier jungen Kanadier.

"Starfield" brauchte genau 2 Lieder, um meinen Zynismus zu atomisieren und mich in Grund und Boden zu schämen zu lassen über meine Kaltherzigkeit. Es war so, als würde Gott ganz sachte und vorsichtig mein steinernes Herz in seine Hand nehmen und Stück für Stück die rauhe Schale entfernen, die ich mir selbst zurechtgezimmert hatte.

Das lag zum einen daran, dass ich ein Mensch bin, der emotional sehr stark auf Musik reagiert. Da wo gute Worte, Predigten oder Verse versagen, berührt mich eine schöne Melodie, eine phantastische Stimme oder ein gesungener Refrain, der einfach "wahr" ist, sehr schnell.

"Starfield" hatten alles, wonach mein Herz sich momentan so sehnt:
Mitreissende Melodien, tiefe Texte (über Leinwand mitzulesen) und eine authentische und fröhliche Ausstrahlung. Ich habe sofort gesehen, dass diese Jungs Jesus sehr lieb haben und es ihnen wirklich ein Anliegen ist, uns das mitzuteilen und so sang ich bei "Hosanna" auf einmal mit, dabei wollte ich die Vorband doch eigentlich "doof" finden. Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und fühlte mich zum ersten Mal seit langer Zeit wirklich berührt und von Gott getragen.

Leider war ihr Auftritt viel zu kurz und als dann nach einer Pause M.W. mit einem fröhlichen "Everybody's dance now" auf die Bühne stürmte, verging mir alles!!! Ich kam mir vor wie bei irgendeinem Konzert eines Teenie-Stars. Die Halle flippte förmlich aus, aber in mir brach genau das, was ich eben erlebt hatte, wie ein Kartenhaus zusammen. Irgendwie kam ich nicht "rein" in Michaels Musik, mir erschien alles so bemüht fröhlich und aufgesetzt und ich wurde zunehmend enttäuschter. Da hätte ich doch lieber noch ein wenig "Starfield" zugehört!

Es wurde langsam ruhiger, Michael hielt eine Kurzbotschaft über Gottes Wesen und wie er uns als Vater liebt und versorgen will. Das hat mir gut getan. An sich weiss ich ja, dass ich Gottes geliebtes Kind bin, aber momentan fehlt es mir, dass mir das jemand mal sagt und zuruft.

"Healing Rain" ist so ein Lied, was mich jedesmal, wenn ich es höre, im Innersten erschüttert und das schloss Michael seiner Predigt an.

"Healing rain is falling down,
healing rain is falling down,
I'm not afraid,
I'm not afraid",

das ist eine Hymne für mich geworden und etwas, was mich ganz besonders trifft. Gott sagt mir in diesen Zeilen, dass ich keine Angst haben muss vor dem, was war und was noch kommen wird, weil seine Liebe mich überströmt und er mich zu heilen vermag, wenn ich es zulasse.

Und so liess ich dieses Lied über mich strömen. Ich hob meine Hände, schloß die Augen, streckte mich meinem Herrn entgegen und flüsterte unter Tränen "Ich habe keine Angst, ich habe keine Angst!".

Ich bin es leid, vor meinen Problemen, Fragen und Zweifeln Angst zu haben. Ich bin darüber müde geworden, ständig zu überlegen, was ich alles falsch gemacht habe und wieso ich es mir oft so schwer mache. Ich habe die Tränen und Zweifel einfach satt und das liess ich in diesem Moment einfach los.

Es war so, als würde mich Gott unverhofft mit seiner Liebe überströmen und mir zurufen, dass er meine Angst am Kreuz bereits besiegt hat.

Und dann, im abschliessenden Worship-Teil brach sich in mir die Freude über Gottes Liebe Bahn. Ich bin kein Mensch, der laut mitgröhlt und auf und ab springt, aber in dieser halben Stunde gab es für mich kein Halten mehr. Ich habe mit 4000 anderen Christen Gottes Sieg über meine Unvollkommenheit gefeiert und die Einigkeit, die in der Halle herrschte, war nicht von dieser Welt. Es war ein kleines Stück Ewigkeit, was wir mit M.W. Smith erlebten und ich glaube, so wird es auch im Himmel sein.

Ich habe heute Abend ein kleines Stückchen "Ewigkeit" erhaschen und erahnen dürfen.

Wie Arno und Andreas in ihrem Lied "Hab keine Angst" so schön ausgedrücken:

"Durch einen Türspalt dringt Licht aus dem Festsaal
in unser Zimmer der Diesseitigkeit.
Und bevor sich dies Tor für dich öffnet,
dringt von drüben sein Lied in die Zeit:

Hab keine Angst und fürchte dich nicht,
denn die Herrschaft des Bösen zerbricht
an der Liebe, die selbst noch den Tod überlebt.
Ich bin da, darum fürchte dich nicht!".

Das habe ich nicht erwartet, umso mehr hat es mich überrascht und förmlich umgehauen.

Und jetzt?

Jetzt sitze ich hier, die Euphorie weicht einer zeitlich bedingten Müdigkeit, es ist schon viel zu spät geworden und ich frage mich, wie es meine Art ist, was von diesem wunderschönen Abend übrig geblieben ist und was ich davon in meinem Alltag mitnehmen kann.

Ich habe heute erlebt, dass Gott mich lieb hat, egal was andere Menschen mir angetan und wie sie mich verletzt haben, das ändert nichts daran, dass ich einen himmlischen Vater habe, der sich um mich sorgt.

Ich habe meine Hände meinem Vater entgegen gestreckt und ihm erzählt, dass ich keine Angst mehr haben möchte und ich glaube, er hat mein leises Versprechen ernst genommen.

Ich habe mich daran erinnert, dass ich nicht alleine bin. Wir waren knapp 4000 Leute in der Halle und sie alle haben mich ermutigt und gestärkt. Wir standen gemeinsam vor dem Herrn und haben unsere Sehnsucht nach ihm aus unseren Herzen gesungen und vor seinem Thron getanzt. Ich weiss, Gott hat uns gesehen und vor Freude in die Hände geklatscht. Was für ein Sieg über die Finsternis muss das gewesen sein!

Und nun kehre ich in meinen Alltag zurück, der mit Arbeit, Haushalt, Therapie und meinen täglichen Kämpfen bis zum Rand ausgefüllt ist. Es liegt noch so viel vor mir, was mir Angst machen will, aber ich werde mich dann an diesen Abend erinnern und an das, was ich Gott versprochen habe: "Ich will keine Angst mehr haben!"

Gott kommt auf leisen Sohlen in unsere Finsternis, gerade wenn wir es nicht erwarten. Er bricht unsere kalt gewordenen Herzen unvermutet auf und überströmt uns mit seiner heilenden Liebe.

Das kann auf einem M.W. Smith Konzert passieren, im Gottesdienst oder auf dem Weg zur Arbeit, wenn wir angelächelt werden, Blumen entdecken, die sich durch den Asphalt brechen oder bei der täglichen Bibellese... Ich habe gemerkt, dass Gott sehr kreaktiv wird, wenn wir ihn vergessen haben.

Er ist da und er hat uns lieb. Und er nimmt unsere steinernen Herzen und verwandelt sie in das, was sie einmal waren.

Ich wünsche uns allen auf dem Weg zu Gottes Liebe seinen Segen.

Eure Trissi

©Tristesse

Montag, 11. Mai 2009

Wer ist ein Gott wie Du?




Bild: © Jesus.de
Video: © Albert Frey, über youtube.com

Es gibt Momente in meinem Leben, da stehe ich hilflos vor meiner Schuld und ich frage mich, wie Gott mich nur ertragen kann.

Und dann macht mir dieses Lied einfach Mut.

Eure Trissi

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